Drei Männer teilen eine Zelle und bilden, geprägt von Missverständnissen, Machogehabe und überraschender Nähe, eine fragile Gemeinschaft. Zack, ein verbitterter DJ, Jack, ein wortkarger Kleinkrimineller, und Roberto, dessen _Lostness in Translation_ha in komischer Expressivität explodiert. Jarmusch verbindet Noir-Gestus mit lakonischer Komik. Seine präzisen Einstellungen, Kompositionen und sein perfektes Timing zeigen erneut sein Genie. Flucht und Irrfahrt geraten zur poetischen Choreografie, bei der Landschaft, Sound- und Visionsrhythmus gleichberechtigt erzählen. Robby Müllers Kamera zeichnet weite, rauchige Räume und intime Zwischentöne. Die Tonfolge des Films schwankt schnell von Bitterkeit in Wärme. Er ist außerdem eine frühe Ausformung von Jarmuschs Gespür für Einzelgänger-Solidarität.
(Otto Römisch)