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Heimkehr Carte blanche

Den Überfall auf Polen durch die Wehrmacht im September 1939 soll zwei Jahre später dieser Film legitimieren. Er insinuiert willkürliche und drastische Übergriffe auf die im Osten des Landes lebende deutsche Minderheit durch die polnischen »Untermenschen«. Mittendrin: Paula Wessely als leidende Lehrerin Maria, die am Höhepunkt eine flammende Rede auf das deutsche Wesen hält, während sie eingesperrt mit anderen ihrer »Heimholung« harrt … Wenig subtil verdreht HEIMKEHR konsequent historische Tatsachen. Seine Wirkung hat dieses Machwerk seinerzeit trotzdem nicht verfehlt. Für Elfriede Jelinek, die in ihr Theaterstück Burgtheater Teile des Drehbuchs einarbeitet, gilt Ucickys Film als der schlimmste Nazi-Propagandafilm überhaupt.
(Florian Widegger)

Mit einer Einführung von Paulina Schmid-Schutti
Kein verspäteter Einlass möglich!

Regie: Gustav Ucicky
Land: DE
Jahr: 1941
Buch: Gerhard Menzel
Kamera: Günther Anders
Musik: Willy Schmidt-Gentner
Mit: Paula Wessely, Peter Petersen, Attila Hörbiger, Carl Raddatz, Werner Fuetterer
Format: 35 mm, s/w
Fassung: Deutsche Originalfassung
Länge: 96 min
Mo, 19. Okt. 18:00
Metro Kinokulturhaus
Historischer Saal
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