Alltag in Steyr
Die drittgrößte oberösterreichische Stadt Steyr wurde in den Zwischenkriegsjahren besonders stark von der Weltwirtschaftskrise getroffen. Als die Steyr-Werke als größter Arbeitgeber 1929 bis 1930 70 Prozent der Beschäftigten kündigen mussten, erreichte die Zahl der Arbeitslosen Rekordwerte, die Hälfte der Bevölkerung war auf Arbeitslosenunterstützung angewiesen. Gleichzeitig blieb Steyr ein Zentrum des Handels und des Gewerbes. Die Filmaufnahmen zeigen das geschäftige Treiben im Zentrum am Stadtplatz. In dieser Zeit wurde auch der Steyr 50, im Volksmund »Steyr Baby« genannt, entwickelt; mit diesem Kleinwagen konnten in den Krisenjahren hunderte Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden. Ab 1936 rollte der stromlinienförmige österreichische Volkswagen von den Montagebändern, die abschließende Filmszene zeigt die Ausfahrt einiger fabriksneuer Fahrzeuge aus den Steyr-Werken.