Fräulein Lilli
Zwischen 1934 und 1937 stellten viele der in NS-Deutschland meist aus rassischen Gründen verfolgten Filmkünstlerinnen und Filmkünstler in Wien und Budapest eine von Hitler-Deutschland unabhängige, deutschsprachige Emigrantenfilmproduktion auf die Beine. Zu den Stars dieser »Unerwünschtes Kino« genannten Serie zählte Franziska Gaal, die hier in einem aufwendig inszenierten, an der französischen Riviera gedrehten Lustspiel in ihrer letzten Rolle vor der Emigration in die USA zu sehen ist. Die arbeitslose Lilli erhält dank ihres Charmes und ihrer Tüchtigkeit den Auftrag, mit dem Prokuristen eines Juweliers nach Monte Carlo zu reisen, um dort den Verkauf wertvoller Juwelen in die Wege zu leiten. Dass das nicht so einfach wird, liegt in der Natur der Sache. Nicht geplant ist, dass sich ihnen ein Dieb an die Fersen heftet, Lilli sich verliebt und schließlich der Schmuck abhandenkommt. So verdächtigt jeder jeden – bis zur finalen Lösung aller Probleme.