Die Pecherei im südlichen Niederösterreich
Seit dem Mittelalter wird im südlichen Niederösterreich die Pecherei ausgeübt, aus Föhren werden Naturharze für die Lack-, Seifen- und Papierproduktion gewonnen. Dieser Beitrag der austrofaschistischen Ständestaat-Wochenschau ÖSTERREICH IN BILD UND TON zeigt die Stationen der traditionellen Harzgewinnung vom Anzapfen der Schwarzföhren im Frühjahr über das Sammeln des Harzes in Fässern bis zur Verarbeitung in der Fabrik, wo Terpentinöl und Kolophonium als Rohstoffe für weitere Produkte gewonnen werden. Die Pecherei bildete für tausende Familien im südöstlichen Niederösterreich über Jahrhunderte hinweg eine wichtige Einnahmequelle und ist bis heute in den Bezirken Mödling, Baden, Wiener Neustadt und Neunkirchen anzutreffen. Seit 2011 zählt dieses traditionelle Handwerk zum immateriellen Kulturerbe der österreichischen UNESCO-Kommission.