➜ edit f_032rvcdruFV3F3ah7xBKHw

Großkundgebung in Innsbruck zur Rückgabe Südtirols

Schon kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges forderte Österreich von den Alliierten die Rückgabe Südtirols. Am 21. Dezember 1945 verankerte der neugewählte Bundeskanzler Figl diese Intention auch in seiner Regierungserklärung. In den folgenden Monaten kam es zu Bittwallfahrten und Großkundgebungen zur Wiedererlangung der Landeseinheit. Am 22. April 1946 erreichten die Proteste einen vorläufigen Höhepunkt. Bei einer Massenkundgebung in Innsbruck demonstrierten über 20.000 Tiroler:innen für eine Rückgabe des im Vertrag von St. Germain 1919 Italien zugesprochenen südlichen Landesteils. Bundeskanzler Figl betonte bei der Kundgebung nochmals den Anspruch Österreichs auf Südtirol, zum Abschluss wurden ihm 150.000 in Südtirol gesammelte Unterschriften übergeben. Die Demonstrationen setzten sich 1946 in weiteren österreichischen Landeshauptstädten fort. Im Rahmen der Pariser Friedenskonferenz wurde schließlich am 5. September 1946 in einem Vertrag zwischen Österreich und Italien die Grundlage für einen Autonomiestatus Südtirols gelegt und die bis heute gültige Schutzfunktion Österreichs für Südtirol verankert.

Originaltitel: Kundgebung in Innsbruck für die Rückgliederung Südtirols
Land: Österreich
Jahr: 1946
Produktionsfirma: Tirol-Film / Turicop ZH
Quelle: 35-mm-Nitropositiv, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2026