Raunächte im Mühlviertel
Als »Rauhnächte« werden die 12 Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Jänner bezeichnet. Im alten Volksglauben war damit eine mystische Zeit beschrieben, die nicht nur den Jahreswechsel markierte, sondern auch Einfluss auf das Wetter der zwölf Monate des neuen Jahres hatte. Der Name steht vermutlich in Zusammenhang mit dem traditionellen Räuchern von Haus und Stall. Damit sollten sowohl Unglück und Krankheiten vertrieben als auch Teufels- und Hexenwerk gebannt werden. Im oberösterreichischen Mühlviertel waren 1936 noch die alten Rauhnachtsbräuche lebendig. Nach dem Ausräuchern der Höfe zogen Burschen mit Perchten-Masken von Haus zu Haus.
Mit freundlicher Genehmigung von Österreichisches Filmmuseum
Originaltitel: (Österreich in Bild und Ton 3b/1936)
Land: Österreich
Jahr: 1936
Produktionsfirma: Selenophon Licht- und Tonfilm GmbH
Quelle: 35-mm-Nitropositiv, Sammlung Österreichisches Filmmuseum, mit freundlicher Genehmigung des Österreichischen Filmmuseums
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2025