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Gebürtig

1987, mitten in der Zeit der Waldheim-Affäre. Der jüdische Emigrant Hermann Gebirtig hat sich ein Leben als erfolgreicher Schlagerkomponist in New York aufgebaut und glaubt seine Vergangenheit längst hinter sich. Doch die Geschichte holt ihn ein, als ihn eine Journalistin aus Wien überredet, gegen einen ehemaligen KZ-Aufseher auszusagen. Wie umgehen mit dem Schatten, den das vergangene Grauen auf Gegenwart und Zukunft wirft? Der jüdische Wiener Kabarettist Danny betrachtet die Nazi-Vergangenheit seines Heimatlandes derweil mit schwarzem Humor: Für ihn ist Wien von der »Antisemitismus-Hauptstadt« zur »Vergessens-Hauptstadt« geworden. »Es ist kein Film über Vergangenheitsbewältigung, sondern über Gegenwartsbewältigung. Das ist entscheidend. Denn eine Vergangenheit kann man eigentlich nicht bewältigt haben. Man kann nur bewältigen, wie sie in die Gegenwart eingreift …« (Robert Schindel) Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Jänner 2026 zeigt das Filmarchiv Austria diesen Schlüsselfilm der Erinnerungskultur in einer neu restaurierten Fassung.

Online Verfügbar bis: 29.1.2026
Originaltitel: Gebürtig
Land: Österreich
Jahr: 2002
Regie: Lukas Stepanik/Robert Schindel
Buch: Georg Stefan Troller, Robert Schindel, Lukas Stepanik, nach Motiven des gleichnamigen Romans von Robert Schindel
Kamera: Edward Klosinski
Musik: Peter Ponger
Mit: Peter Simonischek, Daniel Olbrychski, Ruth Rieser, Katja Weitzenböck, August Zirner, Corinna Harfouch, Samuel Finzi, Annemarie Düringer, Otto Tausig, Branko Samarovski Quelle
Produktionsfirma: CULT FILM GmbH
Quelle: 35-mm-Negativ, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2025