Ein Familienporträt zwischen Erinnern und Verdrängen, Wissen und Nichtwissen. Drei Frauen lässt Anja Salomonowitz von ihrer Jugend während der NS-Zeit erzählen: Großtante Hanka hat Auschwitz überlebt und findet keine Worte für das, was sie nicht vergessen kann. Kindermädchen Gertrude war Sozialistin und erinnert sich an die Deportation jüdischer Bekannter. Großmutter Margit lebte in Graz und sagt zunächst, sie könne sich an vieles nicht mehr erinnern. In ruhigen Einstellungen und mit bewusster Kadrierung gibt die Filmemacherin den Gesprächen Raum, ohne Widersprüche aufzulösen.
ÜBER DIE JÜDISCHE PERÜCKE entstand 2026 für das Jüdische Museum Wien und widmet sich den vielen Fragen rund um den Scheitel, die Perücke, mit der orthodoxe Jüdinnen nach der Hochzeit ihr Haar bedecken. (Florian Widegger)
Di 10.11.: In Anwesenheit von Anja Salomonowitz