Bobby ist fast immer im Auto, unterwegs zwischen Wien und Salzburg. Andere Menschen legen dieselbe Strecke zurück; er nimmt sie mit, um Benzinkosten zu sparen, und kommt mit ihnen ins Gespräch. Er hört zu, spricht aber auch über sich selbst: über seine Jugend, über das Älterwerden, über seinen Freund, der in Salzburg im Koma liegt und der der Grund für all diese Fahrten ist. Draußen ziehen Berge und Wälder vorbei, unterbrochen von Kreuzungen, Schranken und Brücken; mit den Jahreszeiten wechseln die Lichtverhältnisse. Weder Dokumentarfilm noch reine Fiktion, ist LONDON ein leises politisches Porträt des heutigen Europas, erzählt anhand seiner Zwischenräume und der Menschen, die sie durchqueren. Selbst in diesen beunruhigenden Zeiten können Anonymität und Warmherzigkeit noch Hand in Hand gehen.
Fr 6.11.: Österreich-Premiere in Anwesenheit von Sebastian Brameshuber und Team