Daniel Spoerri macht Kunst aus Dingen, die andere wegwerfen oder übersehen. Diese Objekte sind Ausgangspunkt eines sehr persönlichen Porträtfilms, in dem Anja Salomonowitz die Geschichte des Künstlers mit ihrer eigenen verbindet und ihren Sohn Oskar als eine Art Gegenüber und Stellvertreter der nächsten Generation auftreten lässt. In Spoerris Werkstatt beginnen sich diese unterschiedlichen Geschichten zu überlagern. Seine Kunst, die Dinge aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang löst und neu zusammensetzt, wird dabei selbst zum Modell für Salomonowitz’ filmische Arbeit: Auch sie fügt Biografie und Gegenwart zu etwas Neuem zusammen. Ein Film darüber, wie aus Erinnerung etwas Lebendiges entstehen kann. (Florian Widegger)
FR 6.11.: Eröffnung der Retrospektive in Anwesenheit von Anja Salomonowitz, inkl. Lesung aus ihrem Buch Zu mir oder zu dir mit Sandra Callender.