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Klaus in der Klapse Wild Friday Night

Als Schauspieler streitbar, als Mensch daneben – dies ist ausdrücklich keine Würdigung zum 100. Geburtstag der Tobsuchtsmaschine Klaus Kinski, maximal ein Augenzwinkern, das so auch nur in der Wild Friday Night zulässig ist. Geradezu schizophren mimt er in DIE BLAUE HAND eine Doppelrolle: den unschuldig verurteilten Dave, der aus einer Anstalt flieht, und seinen Zwillingsbruder, bei dem er Zuflucht sucht – und eine Mordserie auslöst. In der mit Schmackes inszenierten Geisterbahnfahrt steckt die ganze Bandbreite Kinskis drin – vom cholerischen Ausbruch gleich zu Beginn bis zur arroganten Wurschtigkeit. Im zweiten Film schwingt schon mal die Axt durch die Schlafsäle eines Sanatoriums für bessergestellte Damen, in dem Dr. Kinski ordiniert. Vielleicht wäre er in diesem Feuerwerk verstrahlter Geschmacksverirrung besser als Patient aufgehoben?
(Florian Widegger)

Die blaue Hand
Regie: Alfred Vohrer
Land: BRD
Jahr: 1967
Buch: Alex Berg (= Herbert Reinecker) nach »The Blue Hand« von Edgar Wallace
Kamera: Ernst W. Kalinke
Musik: Martin Böttcher
Mit: Klaus Kinski, Harald Leipnitz, Carl Lange, Ilse Steppat, Diana Körner, Hermann Lenschau
Format: 35 mm, Farbe
Fassung: Deutsche Originalfassung
Länge: 87 min
Das Schloss der blauen Vögel
Regie: Fernando Di Leo
Land: IT
Jahr: 1971
Originaltitel: LA BESTIA UCCIDE A SANGUE FREDDO
Buch: Fernando Di Leo, Nino Latino
Kamera: Franco Villa
Musik: Silvano Spadaccino
Mit: Klaus Kinski, Margaret Lee, Rosalba Neri, Jane Garret, John Karlsen
Format: 35 mm, Farbe
Fassung: Deutsche Fassung
Länge: 84 min
Fr, 16. Okt. 20:00
Metro Kinokulturhaus
Historischer Saal
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