In seinem ersten von vier dezidierten Anti-Nazi-Filmen kehrt Lang auf vertrautes Terrain zurück: Einem britischen Jäger gerät in den bayerischen Alpen zufällig Hitler ins Fadenkreuz. Als er abdrücken will, streikt jedoch sein Gewehr. Einen weiteren Versuch bekommt er nicht, er wird entdeckt, gefangen und gefoltert – nur knapp gelingt ihm die Flucht nach London. Doch selbst dort ist er von den Nazis nicht sicher. Aus dem Jäger wird ein Gejagter – ein Mann, der einer unsichtbaren Macht ausgeliefert ist, deren Reichweite er erst viel zu spät erkennt. Produzent Zanuck will dem amerikanischen Publikum so viel Drastik nicht zumuten – bis zum Kriegseintritt der USA sollte es noch ein halbes Jahr dauern. Viele der Nebenrollen sind indes mit Emigrant:innen aus Österreich und Deutschland besetzt.
(Florian Widegger)
Mo 12.10.: Mit einer Einführung von Florian Widegger