Morris, Leiter eines großen Einkaufszentrums, hat aus Milde zahlreiche Ex-Sträflinge als Verkäufer angestellt, ohne deren Wissen voneinander. Das geht so lange gut, bis sich Joe und Helen ineinander verlieben: Sie verschweigt ihm ihre kriminelle Vergangenheit ebenso wie er ihr nichts von seinen früheren Kumpels erzählen will, mit denen er an seinem Arbeitsplatz ein Ding drehen soll … Mit Weill-Musik (»You cannot get something for nothing«) kommt der Film einem Brechtschen Lehrstück nahe, aber einem der amüsanteren Art, was in einem großartigen Schluss kulminiert: »Crime doesn’t pay« – demonstriert Sylvia Sidney mittels simpler Rechenaufgabe an einer Tafel in der Kinderabteilung, während ihr die Möchtegern-Gangster aus ihren Tretautos an den Lippen hängen.
(Florian Widegger)