Der erste Film in der neuen Heimat – ein zweischneidiges Willkommensgeschenk an die USA: die Geschichte eines Durchschnittstypen (erste Lektion in Hollywood: Der Held in amerikanischen Filmen darf nicht Teil der Oberschicht sein), der zur falschen Zeit am falschen Ort für ein Verbrechen eingesperrt wird, das er nicht begangen hat, und beinahe Opfer eines Lynchmobs wird. Während den Rädelsführern der Prozess gemacht wird, schwingt er sich im Dunkeln selbst zum Richter auf … Lang mag Deutschland hinter sich gelassen haben, nicht aber seine künstlerischen Obsessionen: Anknüpfend an M zeigt FURY die leichte Verführbarkeit der Massen und eine Gesellschaft, die Gerechtigkeit mit Vergeltung gleichsetzt. Im Interview zum Auftakt erzählt Lang über die Entstehung des Films.
(Florian Widegger)
Mi 7.10.: Mit einer Einführung von Florian Widegger