Ungarische Flüchtlinge in Mattersburg
Nach der blutigen Niederschlagung des ungarischen Aufstandes schwollen die Flüchtlingsströme nach Österreich ab dem 4. November 1956 massiv an. Täglich kamen Tausende Menschen oft völlig erschöpft und nur mit dem Nötigsten am Leib über die Grenze. Zu einem wichtigen Drehkreuz der Flüchtlingsaufnahme wurde das burgenländische Mattersburg. Die örtliche Bevölkerung und Institutionen der Zivilgesellschaft wie die Freiwillige Feuerwehr, die Kirche und das Rote Kreuz organisierten Verpflegungsstationen und Kleidersammlungen; Notunterkünfte wurden in Schulen, Gasthäusern, Pfarrheimen und bei Privatpersonen eingerichtet. Nach der Erstversorgung war es ein primäres Ziel, die Flüchtlinge in größere und besser ausgerüstete Lager zu bringen, eine große Zahl konnte im nahe gelegenen Traiskirchen untergebracht werden.