Allerheiligen am Zentralfriedhof,
Anfang der 1950er-Jahre war der Wiener Zentralfriedhof noch von den Folgen des Zweiten Weltkrieges und den Bemühungen um den Wiederaufbau geprägt. 1945 wurden 550 Bombentrichter und über 12.000 zerstörte Gräber gezählt, die markante Kuppel der monumentalen Friedhofskirche (Karl-Borromäus-Kirche) lag in Trümmern und auch die Aufbahrungshalle war durch Bombentreffer devastiert. Die Restaurierung der zerstörten Gräber und Gebäude startete unmittelbar nach Kriegsende und bestimmte auch in den 1950er-Jahren den Friehofsalltag. Manche Teilbereiche, wie etwa der jüdische Friedhof, konnten erst in den 1990er-Jahren wiederhergestellt werden. Zu Allerheiligen 1952 dokumentierte die Wochenschau das Totengedenken am Zentralfriedhof in der Wiederaufbau-Ära.