Ein Tag mit einem Wiener Straßenkehrer
Selten wurde der Alltag des Wiener Arbeitslebens so authentisch dokumentiert, wie in Freddy V. Iversens Serie »Ein Tag mit…«, die Anfang der 1970er-Jahre entstand. Der in Dänemark geborene und in Frankreich ausgebildete Iversen setzte in seinen Kurzdokus auf Original-Tonaufnahmen mit Handkamera und ließ die Protagonisten dabei selbst zu Wort kommen. Damit schuf er filmische Selbstzeugnisse quer durch die Wiener Berufswelt, die zu den prononciertesten Beiträgen des österreichischen Dokumentarfilms jener Zeit zählten. Ein besonderer Schwerpunkt galt den »stillen« Helden des Alltags, die eine Großstadt am Laufen halten. Dieses Porträt über einen Wiener Straßenkehrer ist ein prägnantes Beispiel für Iversens emanzipatorische Filmarbeit, die vor allem auch auf unterrepräsentierte gesellschaftliche Schichten fokussiert.
Mit freundlicher Genehmigung von Wiener Stadt- und Landesarchiv