Von den Wiener Elendsquartieren zum sozialen Wohnbau
Anfang der 1950er-Jahre gab es in Wien noch einige Barackensiedlungen und Elendsviertel, die aus der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges oder der Zwischenkriegszeit stammten. Zu diesen berüchtigten Armenquartieren zählte das »Negerdörfl« in Ottakring, das Kreta-Viertel in Favoriten oder auch das Barackenlager Hasenleiten in Simmering. Auch im Bereich der Weißgerberlände (3. Bezirk) und der Gablenzgasse (16. Bezirk) konnte man damals noch Elendsquartiere antreffen. Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Krieg startete die Stadt Wien ein großes soziales Wohnbauprogramm. Ein erstes wegweisendes Großprojekt war die Per-Albin-Hansson-Siedlung, die in mehreren Etappen zwischen 1947 und 1955 erbaut wurde. Benannt wurde sie nach dem 1946 verstorbenen schwedischen Ministerpräsidenten Per Albin Hansson, der gleich nach Kriegsende maßgebliche Hilfsaktionen und Lebensmittellieferungen für die österreichische Bevölkerung initiierte.