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Die Eröffnung des WUK in Wien

Das heute vom Wiener Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) genutzte historische Fabriksgebäude wurde 1866 nach Plänen des Architekten Karl Tietz als Lokomotivfabrik im Stil der Renaissance gebaut. Nach dem Niedergang der Produktion zog das Technologische Gewerbemuseum (TGM) 1884 in den Komplex ein. Als die technische Lehranstalt in einen Neubau in Wien-Brigittenau übersiedelte, stand das Gebäude ab 1979 leer. Angesichts des drohenden Abrisses und der geplanten Errichtung eines Wohnblocks mit Tiefgarage formierte sich eine Bürgerinitiative zur Rettung der historischen Anlage. Der 1979 gegründete Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser forderte mit Nachdruck die Freigabe des Gebäudes für einen autonomen Kulturbetrieb. Im Mai 1981 kam es zur friedlichen Besetzung des Gebäudes, die von der Stadt Wien und der Bundesregierung geduldet wurde. Mit besonderer Unterstützung des damaligen Kulturstadtrates Helmut Zilk, der für die erste öffentliche Subvention als Privatbürge auftrat, konnte das WUK am 3. Oktober 1981 feierlich eröffnet werden. Die AUSTRIA WOCHENSCHAU widmete dieser bemerkenswerten gegenkulturellen Initiative, die in Wien bis heute nachwirkt, einen eigenen Beitrag.

Originaltitel: IM ALTEN TGM: WUK - das selbstverwaltete Kulturhaus (Austria Wochenschau 46/1981)
Land: Österreich
Jahr: 1981
Produktionsfirma: Austria Wochenschau
Quelle: 35-mm-Negativ, Sammlung Filmarchiv Austria 
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2026