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Leben am Wiener Naschmarkt

Der Wiener Naschmarkt entstand um 1780 als Bauernmarkt auf dem Freihausgelände nahe dem heutigen Karlsplatz. Mit der Einwölbung des Wienflusses wurde der Markt ab 1910 auf die neu entstandene Betonkonstruktion zwischen Linker und Rechter Wienzeile verlegt. Während des Ersten Weltkrieges erhielt der Naschmarkt die heute noch bestehenden charakteristischen Jugendstilstände.
In diesem Filmdokument wurde das pulsierende Treiben am Naschmarkt Ende der 1920er-Jahre verewigt. Bäuerinnen mit den traditionellen Kopftüchern preisen Lebensmittel an, ein Fleischerstand wirbt mit »Ausländer Würsten«. Der Transport der Waren erfolgte zu dieser Zeit größtenteils noch mit Pferdefuhrwerken, die in dichter Folge das Marktareal befahren. Die mitten im Geschehen postierte Kamera liefert authentische Bilder des Naschmarktes, der sich damals noch überwiegend als traditioneller Bauernmarkt präsentierte.

Originaltitel: Wiener Alltag II. Akt (Ausschnitt)
Land: Österreich
Jahr: 1929
Ton: . Envato
Produktionsfirma: Hans Kartak
Quelle: 35-mm-Nitronegativ, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2026