Retrospektive
 

EDGAR REITZ

CHRONIST EINER SEHNSUCHT

18.1. - 26.2.2018

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Das Filmarchiv Austria präsentiert eine umfassende Retrospektive zum Werk des Ausnahmeregisseurs Edgar Reitz, in der sowohl Neues wie bislang Unbekanntes gezeigt wird. Edgar Reitz wird bei zahlreichen Veranstaltungen anwesend sein, weiters werden hochkarätige Gesprächspartner und Weggefährten als Gäste erwartet.

 

Vor 100 Jahren endet der Erste Weltkrieg und Europa ist nicht mehr das, was es einmal war. Das bekommen auch die Bewohner von Schabbach, einem kleinen Dorf im Hunsrückgebiet, zu spüren. In dem mehrteiligen Epos HEIMAT (1984/1992/2003) hat ihnen Edgar Reitz ein Denkmal geschaffen. HEIMAT ist: das 20. Jahrhundert in einer Nussschale – die zugegebenermaßen auf die gigantischen Ausmaße von über 50 Stunden Film angewachsen ist. Gerade jetzt Grund genug, diesen Blick zurück zu werfen und das Schaffen dieses Ausnahmeregisseurs nach langer Zeit in Wien zu präsentieren.


EDGAR REITZ

Retrospektive 18.1. – 26.2.2018
39 Programme

KURATOR

Florian Widegger

TICKETRESERVIERUNG

reservierung@filmarchiv.at
+43 (0)1 512 18 03
MO-SA 17:00-21:00
SO 15:00-21:00

SPIELORT

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Dass Reitz’ Œuvre allerdings längst vor HEIMAT mit visuell bahnbrechenden experimentellen Industriefilmen oder poetisch-verspielten Arbeiten begonnen hat und er als eine Schlüsselfigur des Neuen Deutschen Films gilt, wird ob dieses Mammutwerks häufig vergessen. Er zählt zu den Mitunterzeichnern des Oberhausener Manifests, gemeinsam mit Alexander Kluge gründet er das Institut für Filmgestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Ulm.

 

Sein erster Langspielfilm MAHLZEITEN (1967) erhält eine Auszeichnung als bestes Erstlingswerk am Filmfestival in Venedig. Mit seinen folgenden Arbeiten reüssiert er zwar auf Festivals und bei Kritikern, beim heimischen Publikum kommen die Filme zunächst weniger gut an. Mit HEIMAT – EINE DEUTSCHE CHRONIK sorgt er 1984 überall auf der Welt für Furore und erreicht bei der Erstausstrahlung über 25 Millionen Zuseher in der BRD. Seitdem haben ihn Schabbach und seine Bewohner kaum mehr losgelassen. Zuletzt erzählt er in DIE ANDERE HEIMAT (2013) eine Geschichte aus der Zeit der Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert: Brasilien als Ort der Sehnsucht. (Florian Widegger)

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