Retrospektiven
 

DANIS TANOVIĆ

KINO GEGEN KRIEG 

9.2. - 24.2.2018

Das Filmarchiv Austria widmet dem bosnischen Regisseur Danis Tanović eine erste umfassende Retrospektive in Europa. Er wird bei der Eröffnung am 9.2. sowie am 10.2. bei den Filmvorführungen von AUS DEM LEBEN EINES SCHROTTSAMMLERS und TOD IN SARAJEVO persönlich anwesend sein.

 

Es geschieht selten, dass es ein junger Regisseur mit seinem Debüt bis zur Oscar®-Auszeichnung schafft. Danis Tanović gelingt dieses Bravourstück 2002 mit seinem Langfilm NO MAN’S LAND. Seitdem ist der 1969 im heutigen Bosnien und Herzegowina geborene Regisseur neben Emir Kusturica einer der Fixsterne am Himmel des zeitgenössischen Balkankinos. Im Gegensatz zu den manchmal schrillen und überdrehten Filmen seines berühmten Kollegen, greift er zu leiseren Tönen.


DANIS TANOVIĆ

Retrospektive 9.2. – 24.2.2018
8 Filme

KURATOR

Duško Dimitrovski

TICKETRESERVIERUNG

reservierung@filmarchiv.at
+43 (0)1 512 18 03
MO-SA 17:00-21:00
SO 15:00-21:00

SPIELORT

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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In seinem 2013 mehrfach ausgezeichneten Roma-Drama AUS DEM LEBEN EINES SCHROTTSAMMLERS wählt er ein auf Tatsachen basierendes Sujet und arbeitet mit Laiendarstellern in deren Lebensverhältnissen. Der Film entstand mit einem Budget von lediglich 17.000 Euro. Für die direkte und ungeschliffene Bildsprache schöpft Tanović aus seinen Erfahrungen als Dokumentarfilmemacher zur Zeit des Bosnienkriegs, in dem er für die Armee als »Soldat mit einer Kamera« tätig ist. 1994 schließt er seine Ausbildung am INSAS – Institut Supérieur des Arts in Brüssel ab, wo seine ersten Arbeiten entstehen. Nach seinem Durchbruch mit NO MAN’S LAND steuert er eine Episode in dem Omnibusfilm 11’09”01 – SEPTEMBER 11 bei, verfilmt mit L’ENFER (2005) ein Drehbuch von Krzysztof Kieślowski und Krzysztof Piesiewicz und begibt sich in TRIAGE (2009) mit einem Hollywood-Cast auf die eigenen Spuren als Kriegsreporter. Anschließend zieht es ihn wieder zurück nach Europa und in seine Heimat. Sein bisher letzter Film TOD IN SARAJEVO (2016) verknüpft mehrere Erzählstränge, die sich an einem Nachmittag in einem Hotel zutragen – Anlass ist eine Friedensfeier zum 100. Jahrestag der Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand – als eine Allegorie auf die aktuellen Zustände im Land. (Florian Widegger, Duško Dimitrovski)

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