Film | Universität
 

KABBALA IM FILM

GOLEMS, DYBBUKS UND WUNDERRABBIS

26.11.2018–21.1.2019

Kabbalistische Elemente in populären Spielfilmen ziehen sich durch die gesamte Filmgeschichte, auch wenn sich in den letzten 30 Jahren FilmemacherInnen verstärkt mit der Kabbala befasst haben. Dabei ist offensichtlich, dass sie sich weniger für die theoretischen und theosophischen Texte interessierten, sondern vielmehr für die sogenannte »praktische« Kabbala – die Welt der Wunderrabbiner, Dybbuks, Golems, der Magie.

In diesem Programm wird die Wichtigkeit herausgestellt, Filme gerade zu jüdischen Themen zu kontextualisieren und ihre Hintergründe und verarbeiteten Quellen aufzuzeigen. Film als »Midrasch« zu deuten ist eine Aufgabe auch zukünftiger Untersuchungen zu jüdischer Literatur und jüdischen Lebenswelten.

 

Kabbala im Film findet im Rahmen der Reihe Film | Universität statt. Die Lehrveranstaltung ist Teil des Erweiterungscurriculums Jüdische Kulturgeschichte in Film und Medien.

 

 


GOLEMS, DYBBUKS UND WUNDERRABBIS - KABBALA IM FILM

26. November 2018 bis 21. Jänner 2019
Ein Programm der Reihe Film | Universität

Kurator

Klaus Davidowicz

Ticketreservierung

reservierung@filmarchiv.at
+43 (0)1 512 18 03 (15:00-21:00)

Spielort

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Deutlich wird, dass in einigen Filmen die jüdische Mystik keineswegs ein nebensächliches Beiwerk ist, sondern sie in ihrer Auseinandersetzung mit den kabbalistischen Werken auf intertextuelle Weise einen durch und durch modernen »Midrasch« (Kommentar) zur Kabbala darstellen und ihr Bild in der Populärkultur entscheidend prägten. Eine faszinierende filmische Umsetzung der kabbalistischen Suche nach dem Schlüssel zur Schöpfung gelang Darren Aronofsky bereits in seinem Filmdebüt PI (US 1998). Auch in einigen seiner weiteren Filme hat der »dunkle Romantiker« kabbalistische Anspielungen und Elemente verarbeitet, etwa die Seelenwanderungslehre in THE FOUNTAIN (US 2006), oder in BLACK SWAN (US 2010) die modern-kabbalistische Idee »Destroy Your Ego«. Aber auch andere Regisseure griffen in den vergangenen Jahren auf kabbalistische Motive zurück. Jenes des künstlich erschaffenen Wesens, des Golem, hat sogar eine ungebrochene filmische Tradition – von den ersten Stummfilmen wie Paul Wegeners DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (D 1920) bis hin zum »Bear Jew« in Quentin Tarantinos INGLOURIOUS BASTERDS (US/D 2009). (Klaus Davidowicz)

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