Retrospektiven
 

Kawoom!

Wild Weekend des Actionfilms

27.1.–30.1.2022

Mit Einführungen und historischen Kinotrailern im Vorprogramm
Eintritt Film: 6,– | Pass:  65,–

Das Warten war lang und entbehrungsreich. Doch das Wild Weekend ist zurück, diesmal sogar um einen Tag verlängert, und hat ordentlich aufmunitioniert – 13 Filme, in denen die Fäuste fliegen, die Knarren knattern und die Muskeln spielen, manchmal darf auch gelacht werden.

 

Ein Wiedersehen mit den Posterstars »unserer« Kinder- und Jugendzimmer: Sylvester Stallone, Michael Dudikoff, Bud Spencer & Terence Hill und natürlich our very own Arnold Schwarzenegger. Eine Zeitreise in eine Kinovergangenheit, in der Gut und Böse noch deutlich voneinander unterscheidbar waren. Eine testosterongetränkte Leinwand, auf der die Filmbilder von wunderbar erhaltenen 35mm-Originalkopien überhaupt erst richtig zur Geltung kommen. Und vieles mehr!


Kawoom!

Wild Weekend vom 27. bis 30. Jänner 2022

Kurator

Florian Widegger

Ticketpreise & Reservierung

Film: 6,– | Pass: 65,–

reservierung@filmarchiv.at
+43 1 512 18 03 (täglich 14:00–21:00)

Spielort

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Covid-19

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Zugegeben: Actionfilme (vor allem jene, die wir an diesem Wochenende präsentieren) verfügen über keinen besonders guten Leumund. Dabei geht ihre Geschichte bis zu den Anfängen des Kinos zurück, als Stars wie Buster Keaton oder Harold Lloyd mit halsbrecherischen Aktionen (!) ihr Publikum in den Bann gezogen haben. Die Lust am Sehen, an der Sensation, am Spektakel ist bereits dem frühen Film eingeschrieben. Das moderne Actionkino entwickelt sich schließlich in den 1950er-Jahren, indem es zunächst Krimis um gewalttätige Spitzen erweitert und sich später ganz der Körperlichkeit seiner Hauptfiguren widmet, die es vor immer neue Herausforderungen stellt: James Bond und Konsorten lassen grüßen.

 

Heute sind es vor allem Superhelden-Blockbuster, die Muster des Actionfilms übernommen und dank technisch nahezu unbegrenzter Möglichkeiten in neue, auch glattere Sphären überführt haben. Mit einigen wenigen rühmlichen Ausnahmen sind die Tage der geschundenen und vernarbten Männerkörper vorbei, die unter Blut, Schweiß und manchmal auch Tränen die Welt oder einen Teil davon retteten. Ein Grund mehr, an diesem geradezu hemmungslosen Wochenende zurückzuschauen auf die Zeit, in der das Unmittelbare, Handgemachte und Analoge im Zentrum dieses Kinos stand. Letzteres spiegelt sich natürlich auch im Bestreben darin wider, die Filme ausschließlich von originalen Kopien zu zeigen.

 

Neben einigen Schlenkern nach Europa und Fernost, wo sich zum Teil recht Skurriles (RANGER, FRANKENSTEINS KUNG-FU MONSTER) oder sättigende Hausmannskost (METROPOLIS 2000, VIER FÄUSTE GEGEN RIO) findet, liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf US-amerikanischen Filmen der 1980er-Jahre, als mit Ronald Reagan ein ehemaliger »good guy« des Kinos seine wichtigste Hauptrolle spielte. In den letzten Jahren des Kalten Krieges waren die Moralvorstellungen eindeutig und übertrugen sich auf die damals großen Reißer: John Rambo, Paul Kersey oder John Matrix kennen ihre Aufgaben und Ziele und zweifeln nicht einen Augenblick daran, diese auch umzusetzen. Sie sind – alle auf ihre Weise – Spezialisten, denen die Tat näher ist als das Wort. Ohne zu zögern, ziehen sie in den Kampf, wenn es darum geht, Amerika und seine guten christlichen Bürger und Werte zu verteidigen. Ein Amerika, das sie zu dem gemacht hat, was sie sind. (Florian Widegger)

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»Sir, do we get to win this time?«

John Rambo

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