Film | Universität
 

ENCODING/DECODING

SPHINX – ENIGMA – DA VINCI CODE

25.5.-15.6.2018

Der Autor und Hobby-Kryptologe Edgar Allan Poe (1809–1849) schreibt in seinem Text über Geheimschriften (A Few Words on Secret Writings, 1841), dass das Bedürfnis, Informationen zu verbergen, wohl ebenso alt sei wie die Idee der Kommunikation selbst. In der Antike schrieb oder brannte man einem Sklaven, nachdem man ihm den Kopf geschoren hatte, die Nachricht direkt in die Haut, wartete, bis das Haar nachgewachsen war, und schickte ihn dann zum Empfänger, der ihm wiederum den Kopf rasierte. Heute haben Computerprogramme – von denen selbst Experten kaum mehr verstehen, als dass große Primzahlen eine Rolle spielen –, Verschlüsselung und Entschlüsselung für den Hausgebrauch wie für die Weltwirtschaft und -politik übernommen. Was über die Jahrhunderte gleich geblieben ist, ist die Lust der Menschen am Ver- und Entschlüsseln – und am »Zusehen« dabei.

 

Die Retrospektive ist Teil der Reihe FILM | UNIVERSITÄT. Die Filme werden jeweils vor der Vorlesung gezeigt, mit einer Einführung von Rainer Köppl.


ENCODING/DECODING

25. Mai bis 15. Juni 2018
Monatliche Reihe im Rahmen
der FILM | UNIVERSITÄT

KURATOR

Rainer Köppl

TICKETRESERVIERUNG

reservierung@filmarchiv.at
+43 1 512 18 03 (täglich 15:00-21:00)

SPIELORT

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Entschlüsselung ist ein äußerst beliebtes Thema in Reportage, Literatur und Film. Historische Bücher über Geheimschriften und deren Dechiffrierung, oft im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg oder Spionagefällen, sind Bestseller, fiktionale Erzählungen wie E. A. Poes The Gold Bug (1843), in der eine Geheimschrift zu einem Piratenschatz führt, oder Arthur Conan Doyles The Adventure of the Dancing Men (1903), in der Sherlock Holmes die Bedeutung von tanzenden Strichmännchen entziffert, gehören zu den Klassikern des Genres. Kein Wunder, dass das Entschlüsseln auch im Kino eine große Rolle spielt. Drei der wichtigsten Filme zum Thema Encoding/Decoding werden in dieser Reihe gezeigt, alle mit einem besonderen Wien-Bezug: ein Exemplar der Enigma-Maschine, die in THE IMITATION GAME im Zentrum steht, ist im Technischen Museum ausgestellt, eine Kopie von Da Vincis Das letzte Abendmahl Jesu Christi ist in der Minoritenkirche zu bewundern, und schließlich wurde die Idee der Traumdeutung, auf der Hitchcocks SPELLBOUND basiert, in der Stadt der Psychoanalyse geboren.

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