Wildes Kino

QUERELLE – EIN PAKT MIT DEM TEUFEL

Regie:
Rainer Werner Fassbinder
Jahr:
1982
Land:
BRD/F

Originaltitel:
QUERELLE
BUCH:
Rainer Werner Fassbinder, Burkhard Driest, Kurt Raab (uncr.), nach dem Roman von Jean Genet
KAMERA:
Xaver Schwarzenberger
MUSIK:
Peer Raben
MIT:
Brad Davis, Franco Nero, Jeanne Moreau, Laurent Malet, Hanno Pöschl, Günther Kaufmann, Burkhard Driest, Roger Fritz

lÄNGE:
108 min
FORMAT:
Farbe, 35mm
FASSUNG:
deutsche Fassung
ERSTAUFFÜHRUNG:
19.11.1982
SA 11.12.: In Anwesenheit von Xaver Schwarzenberger

»Each man kills the thing he loves«, heißt es bereits bei Oscar Wilde, ein Zitat, auf das Fassbinder in seinem Schwanengesang nach Genet konkret wie emblematisch Bezug nimmt. Schummrige Hafenkneipen, zwielichtige Gestalten in expressiv leuchtendes Studiolicht gesetzt und ein Seemann auf Landgang, der rasch zum Objekt der Begierde wird und das auszunutzen weiß. Echte Zuneigung empfindet er erst, als ihm der von der Polizei gesuchte Maurer Gil über den Weg läuft – doch kann er mit diesem Gefühl überhaupt umgehen? Das opulent schillernde Melodram QUERELLE ist die »alle Konventionen zerstörende Rache an der bürgerlichen Gesellschaft: die Glorifizierung der Homosexualität, der Verrat des besten Freundes als Akt der Selbstbefreiung, Kriminalität als Protest und erotisches Erlebnis.« (Anna Steinbauer) (Florian Widegger)