Wildes Kino

NOSFERATU – PHANTOM DER NACHT

Regie:
Werner Herzog
Jahr:
1979
Land:
BRD/F

BUCH:
Werner Herzog, nach dem Film von F. W. Murnau und dem Roman von Bram Stoker
KAMERA:
Jörg Schmidt-Reitwein
MUSIK:
Popol Vuh
MIT:
Klaus Kinski, Isabelle Adjani, Bruno Ganz, Jacques Dufilho, Roland Topor, Walter Ladengast

LÄNGE:
106 min
FORMAT:
Farbe, 35mm
FASSUNG:
deutsche Fassung
ERSTAUFFÜHRUNG:
14.4.1979
DI 11.1.: Mit einer Einführung von Drehli Robnik

Auf Geheiß seines Chefs reist Jonathan Harker aus dem norddeutschen Wismar in die Karpaten, um dort mit einem gewissen Graf Dracula über den Kauf eines Hauses zu verhandeln. Während Jonathan die Gefahr unterschätzt, plagen seine junge Frau zu Hause albtraumhafte Visionen … Herzogs Verbeugung vor Murnau, der ihm »kulturell einen Boden unter den Füßen bereitet hat«, und vor den Gemälden von Caspar David Friedrich, deren Atmosphäre in schlafwandlerisch-trunkene Bild- und Tongemälde transformiert werden, zeichnet den namensgebenden Vampir als tragisches Zerrbild, hin- und hergerissen zwischen Blutdurst und der Sehnsucht nach Erlösung. »NOSFERATU ist der Versuch, eine Verbindung herzustellen zwischen den verschollenen, ausgewanderten, vertriebenen Vätern und den geschichtslosen, ihrer Traditionen beraubten Enkeln.« (Hans-Christoph Blumenberg) (Florian Widegger)