Wildes Kino

EXIT … NUR KEINE PANIK

Regie:
Franz Novotny
Jahr:
1980
Land:
A/BRD

BUCH:
Gustav Ernst, Franz Novotny
KAMERA:
Alfio Contini
MUSIK:
Otto M. Zykan
MIT:
Hanno Pöschl, Paulus Manker, Isolde Barth, Eddie Constantine, Georg Nenning, Kurt Kren, Peter Turrini, Ernst Schmidt jr., Peter Weibel, Heribert Sasse

LÄNGE:
100 min
FORMAT:
Farbe, 35mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung
ERSTAUFFÜHRUNG:
7.1.1980
SA 11.12.: In Anwesenheit von Franz Novotny

»Kann man sich bei euch vaginamäßig ein bisserl wichtig machen, oda wos is?« Nicht nur mit verbalen Tiefschlägen arbeiten sich die Strizzis Kirchhoff und Plachinger durch Novotnys ersten Kinofilm. Es wird geprügelt, geschossen, gevögelt, gekotzt und nebenbei geträumt von einer bürgerlichen Existenz im eigenen Espresso (natürlich mit geklauter Maschine). Die kreativ-zerstörerischen Kräfte der Langeweile zelebrieren die Protagonisten in der Wiener Vorstadt mit entsprechender Wucht und fast tödlichen Wuchteln – »Dead in the Head« der programmatische Titel, der das Treiben untermalt. Grell, respektlos, in der vollbildlichen Bandbreite des Dialekts hat sich EXIT seinen heutigen Kultstatus verdient. Wie es sich gehört, anständig anarchisch: »Red ned so ordinär, du Oaschloch!« (Silvia Breuss)