Axel Corti

EIN JUNGER MANN AUS DEM INNVIERTEL – ADOLF HITLER

Regie:
Axel Corti
Jahr:
1973
Land:
A/BRD

BUCH:
Georg Stefan Troller
KAMERA:
Xaver Schwarzenberger
MIT:
Franz Trager, Markus Weber, Erich Aberle, Hans Baur, Jaoslaw Borek, Maria Englstofer, Hugo Gottschlich

LÄNGE:
100 min
FORMAT:
s/w, Beta-SP
FASSUNG:
deutsche Originalfassung

Die Fortsetzung des dokumentarisch-fiktionalen Prinzips aus DER FALL JÄGERSTÄTTER ist gleichermaßen ihre Umkehrung. Georg Stefan Troller und Axel Corti gehen an die geistigen Wurzeln der nationalsozialistischen Ideologie und entwerfen gleichzeitig ein Psychogramm Hitlers: vom Tod des Vaters 1903 bis zur Begeisterung über den Ersten Weltkrieg 1914. Schon der Beginn des Films verdeutlicht, dass Hitlers Weltsicht nicht einem Einzelnen entstammt, sondern von einem Kollektiv getragen wird. Als erfolgloser Kunstmaler findet er im Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts einen idealen Nährboden für das, was sein Denken formen sollte. Interviews mit Zeitzeugen unterbrechen immer wieder die Spielhandlung – und manche der Befragten teilen weiterhin ungebrochene Begeisterung für jenen jungen Mann aus dem Innviertel. (Florian Widegger)