Jewish Film Noir

CROSSFIRE

Regie:
Edward Dmytryk
Jahr:
1947
Land:
US

BUCH:
John Payton, nach The Brick Foxhole von Richard Brooks
KAMERA:
J. Roy Hunt
MUSIK:
Roy Webb
MIT:
Robert Ryan, Gloria Grahame, Robert Mitchum, Robert Young, Lex Barker

LÄNGE:
88 min
FORMAT:
s/w, 16mm (print courtesy UCLA Film & Television Archive)
FASSUNG:
englische Originalfassung
Mit einer Einführung von Frank Stern und Christina Wieder, anschließend Diskussion

Edward Dmytryk inszenierte mit CROSSFIRE einen scharfsinnigen Noir über den Mord an einem ehemaligen jüdischen Soldaten. Während in der Romanvorlage von Richard Brooks das Opfer homosexuell war, wurde für den Film das homophob motivierte Verbrechen in eine antisemitische Tat umgeschrieben. Grund dafür war, dass der Production Code jegliche Bezugnahme auf Homosexualität verbot. CROSSFIRE wurde auf diesem Wege zu einem der ersten US-Nachkriegsfilme, die sich explizit mit Antisemitismus befassen. Bis in die kleinste Nebenrolle exzellent besetzt, wurde der Film in Cannes ausgezeichnet und erntete fünf Nominierungen für den Oscar. (Christina Wieder)