Wien wie noch nie II

1. APRIL 2000

Regie:
Wolfgang Liebeneiner
Jahr:
1952
Land:
A

BUCH:
Rudolf Brunngraber, Ernst Marboe
KAMERA:
Sepp Ketterer, Karl Löb, Fritz Arno Wagner
MUSIK:
Josef Fiedler, Alois Melichar, Robert Stolz
MIT:
Josef Meinrad, Hilde Krahl, Waltraut Haas, Judith Holzmeister, Elisabeth Stemberger, Ulrich Bettac, Hans Moser, Paul Hörbiger, Marianne Schönauer, Otto Treßler, Helmut Qualtinger, Alma Seidler, Fritz Imhoff u. v. a.

LÄNGE:
105 min
FORMAT:
s/w, 35mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung

Vorfilm:
DER KAMPF UM WIEN. DAS AUSMASS DER ZERSTÖRUNGEN
JAHR:
1945
LAND:
A

LÄNGE:
5 min
FORMAT:
s/w, 35mm (aus der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums)
FASSUNG:
stumm

Österreich als wein- und walzerseeligen Operettenstaat mit glanzvoller Vergangenheit zu präsentieren – nichts anderes steht den Auftraggebern, immerhin die damalige Bundesregierung unter ÖVP-Führung, im Sinne, als sie grünes Licht für diesen Film geben. Im Gewand einer heiteren Dystopie führt Wolfgang Liebeneiner, einst Goebbels’ Liebkind, das Publikum zurück in die Zukunft: Das Land ist im Jahr 2000 noch immer unter den Alliierten aufgeteilt, doch der neue Ministerpräsident erklärt es kurzerhand für unabhängig. Das ruft das Weltgericht auf den Plan, das mit allerhand futuristischem Brimborium in Schönbrunn einreitet und den Startschuss für einen naiv-verklärten Blick in die Vergangenheit gibt. Fast prophetisch, wenn man bedenkt, dass sich die Augen der internationalen Gemeinschaft im Frühling 2000 tatsächlich auf unser Land richten sollten … Der Vorfilm schließt jene Lücke, die der Film bewusst offen lässt. (Florian Widegger)