Bertolt Brecht

HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI

Regie:
Alberto Cavalcanti
Jahr:
1960
Land:
A

BUCH:
Vladimir Pozner, Ruth Wieden, Alberto Cavalcanti, Hanns Eisler, nach dem gleichnamigen Stück von Bertolt Brecht
KAMERA:
André Bac, Viktor Korger
MUSIK:
Hanns Eisler
MIT:
Curt Bois, Heinz Engelmann, Edith Prager, Maria Emo, Erika Pelikowsky, Dorothea Neff, Karl Skraup, Erland Erlandson, Fritz Heller

LÄNGE:
96 min
FORMAT:
Farbe, 35mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung
SO 19.2.: Mit einer Einführung von Michael Omasta

Unterhaltungskino mit Verfremdungseffekt: Ist der Herr betrunken, wird er »ein guter Mensch und sieht weiße Mäuse«, sagt sein Knecht, mit dem er sich dann regelmäßig verbrüdert. Puntilas Tochter soll einen Attaché heiraten, von dem sie nichts wissen will. Sie bittet Matti, ihr zu helfen und sie in eine verfängliche Situation zu bringen, doch der scheinbar Gehörnte bleibt unbeeindruckt – vorerst. Denn die Verlobung wird zum Eklat, als Puntila dem Alkohol nicht widerstehen kann … Bert Brecht konnte dieser Verfilmung, die kurz vor seinem Tod entstand, nicht besonders viel abgewinnen, weshalb sie weitgehend unbeachtet blieb. Trotzdem sind vor allem das Zusammenspiel von Bois als Trunkenbold und Engelmann als hemdsärmeliger Vertreter der Arbeiterklasse sowie Hanns Eislers kongeniale Musikuntermalung eine Wiederentdeckung wert! (Florian Widegger)