UNERWÜNSCHTES KINO II: DEUTSCHSPRACHIGE EMIGRANTENFILME 1934–1937

EIN STERN FÄLLT VOM HIMMEL

Regie:
Max Neufeld
Jahr:
1934
Land:
A

BUCH:
Fritz Zoreff, Arthur Rebner, nach einer Idee von H. Lauterstein und Heinrich Berthé
KAMERA:
Adolf Schlasy
MUSIK:
Hans May
MIT:
Joseph Schmidt, Egon von Jordan, Evi Panzner, Elisabeth Markus, Herbert Hübner, Rudolf Carl, Alfred Neugebauer, Franz Joham

LÄNGE:
88 min
FORMAT:
s/w, DCP
FASSUNG:
deutsche Originalfassung

Der unerfahrene Musikstudent Reiner bekommt die Gelegenheit, für den berühmten Filmtenor Lincoln einzuspringen – allerdings nur im Off, vor der Kamera agiert der Publikumsliebling. Zweifellos der unterhaltsamste Film mit Joseph Schmidt, voller Anspielungen auf das Filmgewerbe. Neufeld und seine Autoren greifen auf ein bekanntes Strickmuster üblicher Operetten- und Sängerfilmhandlungen zurück – die Entdeckung des verkannten Genies. Unüblich ist jedoch die ironische Distanz, die den Protagonisten dabei eingeräumt wird, und die es dem Regiehandwerker ermöglichte, einen durchgehend amüsanten, abwechslungsreichen Sängerfilm zu inszenieren. Zudem ist EIN STERN FÄLLT VOM HIMMEL der einzige Streifen mit dem Startenor, in dem er die Frau seiner Träume schlussendlich auch bekommt. (Armin Loacker)