1948 – ÖSTERREICH ZWISCHEN GESTERN UND MORGEN

DER PROZESS

Regie:
Georg Wilhelm Pabst
Jahr:
1948
Land:
A

BUCH:
Kurt Heuser, Rudolf Brunngraber, Emeric Roboz
KAMERA:
Oskar Schnirch, Helmuth Ashley
MUSIK:
Alois Melichar
MIT:
Ernst Deutsch, Ewald Balser, Marianne Schönauer, Aglaja Schmid, Maria Eis, Hermann Thimig, Josef Meinrad, Heinz Moog, Gustav Diessl

LÄNGE:
109 min
FORMAT:
s/w, 35mm (Kopie aus der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums)
FASSUNG:
deutsche Originalfassung

DER PROZESS ist in gewisser Hinsicht auch ein Überläufer, was aber für die Rezeption des Films damals wie heute kaum eine Rolle spielt: Pabst hatte mit den ersten Vorbereitungen für dieses Projekt in der zweiten Hälfte der 1930er begonnen, konnte aber im Ausland niemanden für die Produktion gewinnen – vor einer derart brutalen Vivisektion des Antisemitismus als Movens bzw. ganz allgemein des Rattenfängertums in der Politik schreckten auch Produzenten in schon immer weniger deutschfreundlich gestimmten Ländern wie Frankreich zurück, ließen sich doch zu leicht Parallelen mit den heimischen Zuständen ziehen. 1948 war das Jahr, in dem man sich einen solchen Film leisten wollte – vor allem, wo er ja über einen historischen Fall von 1882 sprach, und nicht über die jüngste Vergangenheit … (Olaf Möller)