Surviving Images

DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM

Regie:
Carl Boese/Paul Wegener
Jahr:
1920
Land:
D

PRODUKTION:
Universum Film AG, Berlin
BUCH:
Henrik Galeen, Paul Wegener, nach dem Roman Der Golem von Gustav Meyrink
KAMERA:
Karl Freund, Martin J. Knoops, Guido Seeber (uncred.)
MIT:
Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, Hans Stürm, Max Kronert, Otto Gebühr, Lothar Müthel

LÄNGE:
72 min
FORMAT:
viragiert, DCP
FASSUNG:
deutsche Zwischentitel
Restaurierte Fassung
Mit Live-Musikbegleitung von Muscle Tomcat Machine (Manfred Engelmayr, David Reumüller und Bernd Heinrauch)

Dem expressionistischen Stil seiner Entstehungszeit verpflichtet, schufen ein kongeniales Team um Boese und Wegener dieses bis heute fesselnde Meisterwerk über ein menschenähnliches, künstliches Wesen als schablonenhafte Parabel auf Macht und Gewalt: Als der Kaiser die Juden von Prag zum Verlassen der Stadt auffordert, schafft Rabbi Löw nach mystischen Überlieferungen aus Lehm die Gestalt des Golems, um sein Volk zu schützen. Nachdem dieser die Juden vor der Vertreibung bewahrt hat und von Rabbi Löw unschädlich gemacht worden ist, wird der Koloss vom eifersüchtigen Gehilfen des Rabbi wiederbelebt. Seinem zerstörerischen Amoklauf bietet schließlich ein Kind Einhalt, ohne sich seiner Tat bewusst zu sein … In künstlerisch wie finanzieller Hinsicht einer der größten Erfolge des deutschen Stummfilms. (Armin Loacker)