Ausstellungen
 

Wim Wenders

Frühe Photographien 60er–80er Jahre

11.1.–9.6.2019

Wim Wenders zur Ausstellung und Retrospektive im METRO Kinokulturhaus, Kamera: Eyup Kus

Photographie, Malerei, Film und Erzählung: das ist die Achse, um die sich das künstlerische Schaffen von Wim Wenders in den Jahren 1963 bis 1983 dreht. Das Filmarchiv Austria präsentiert 70 Photographien von Wim Wenders, die auf ausgedehnten Reisen um die Welt im 35-mm-Schwarzweiß-Kleinbildformat, als Farb- und Panoramaaufnahmen entstanden sind. Sein bevorzugtes Photomedium aber war ab 1973 für zehn Jahre die Polaroidkamera. Sie wurde zum komplementären Werkzeug, visuellen Notizbuch und alltäglichen Begleiter.

 

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Wim Wenders Stiftung und Blain|Southern realisiert und von Anna Duque y González (Wenders Images) kuratiert.


Wim Wenders – Frühe Photographien 60er–80er Jahre

Ausstellung vom 11. Jänner bis 9. Juni 2019

Kuratorin

Anna Duque y González

Gestaltung

MVD Austria

Öffnungszeiten

täglich von 15:00 bis 21:00

Ausstellungsort

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Die Ausstellung umfasst eine in vielerlei Hinsicht kreative Zeit in Wenders’ Schaffen, in der er das »Handwerk des Filmemachens« lernte und zu einer eigenen visuellen und filmischen Sprache fand.

 

Sein künstlerisches Schaffen ist dabei stark durch die Malerei geprägt. Früh begann er über Film als »Fortführung der Malerei mit anderen Mitteln« nachzudenken. In etlichen Stadtbildern und weiten Landschaftsaufnahmen manifestiert sich deutlich der Einfluss amerikanischer Realisten wie Edward Hopper auf den jungen Wenders. Die Polaroids jener Zeit zeigen den jungen Filmemacher und Photographen an autobiographischen Stationen und Orten, an denen Filme wie ALICE IN DEN STÄDTEN (1974) und DER AMERIKANISCHE FREUND (1977) entstanden. Mit Polaroids »schießt« Wenders aber auch, im Gegensatz zu seinem Umgang mit anderen Photomedien, Porträts seiner Freunde oder berühmter Persönlichkeiten wie Annie Leibovitz, Robby Müller, Dennis Hopper oder Peter Handke.

 

Unabhängig vom Medium oder Entstehungsort seiner Aufnahmen zeigt Wenders’ Blick eine deutlich dokumentarische »Einstellung«, er durchdringt und überhöht mit seiner präzisen Ästhetik vorgefundene Situationen. Gleichzeitig eröffnen die Bilder im Detail eine emotionale, narrative Dimension – sie scheinen jeweils die erste »Einstellung« einer beginnenden filmischen Erzählung zu sein. Das vielschichtige erzählerische Angebot in den Photographien von Wim Wenders und die von ihm verfassten Kurztexte nehmen BetrachterInnen bei ihrer Reise in die Bilder an die Hand und lassen sie unmittelbar und authentisch am Wenders’schen Bildkosmos teilhaben. (Anna Duque y González)

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Termine

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In Kooperation mit
Header: Wim Wenders, Abandoned Drive-in, Texas 1983
© Wim Wenders mit freundlicher Genehmigung des Künstlers und Blain|Southern London/Berlin
Fotogalerie: © Filmarchiv Austria / Severin Dostal