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Film Noir Reloaded

Sex und Zensur

9.11.2021–25.1.2022

Jeweils 17:30 Einführung mit Frank Stern | 18:30 Filmbeginn

»Nach der üblichen Sichtweise auf den Film Noir sei dieser dunkel, depressiv, nihilistisch, zeige nur Nasty Women und gebrochene Männlichkeiten. Tatsächlich ist Film Noir das genaue Gegenteil. Von den 1940ern bis in die 1960er trotzte der Film Noir eindringlich den Hollywood-Dogmen. Es waren keine einlullenden Filme, die nur die gängigen Meinungen und die Happy-End-Erwartungen bestätigten. Diese Filme verlangten, dass das Publikum endlich aufwachen sollte inmitten der Wirklichkeiten unserer korrupten Welt.« (Eddie Muller)

 

Wie sehen Weiblichkeiten, Männlichkeiten und queere Ambivalenzen in einigen der klassischen Filme aus? Welche Rolle spielten die aus Wien und Berlin vertriebenen Filmschaffenden in den Studios und am Set? Welche Möglichkeiten gab es für DrehbuchautorInnen, Kamerapersonen, Regisseure, Komponisten und vor allem SchauspielerInnen, sich den harschen und irrationalen Eingriffen der Zensur, des Production Code, zu widersetzen? Film Noir ist Gesellschaftskritik und Gender-Debatte zugleich. Er lebt von der oft undurchsichtigen Widersprüchlichkeit dessen, was gemeinhin als »gut« oder »böse« bezeichnet wird, und holt alle menschlichen Absurditäten aus den Tiefen des Schweigens – und Verschwiegenen.


Film Noir Reloaded

Vorlesung mit anschließender Filmvorführung vom 9. November 2021 bis 25. Jänner 2022

Kurator

Frank Stern

Ticketreservierung

reservierung@filmarchiv.at
+43 1 512 18 03 (täglich 14:00–21:00)

Spielort

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Film Noir Reloaded