Film | Universität
 

SELBSTERMÄCHTIGUNG IM ISRAELISCHEN FILM

FRAUEN VOR UND HINTER DER KAMERA

2.10.2018-22.1.2019

Nach der Filmreihe mit repräsentativen Filmen aus sieben Jahrzehnten israelischer Filmkultur konzentriert sich das neue Programm von Oktober bis Jänner 2019 auf die Rolle von Frauen im aktuellen Filmschaffen. In den ausgewählten Spielfilmen kommen Frauen unterschiedlicher ethnischer, kultureller und religiöser Orientierungen als Schauspielerinnen, Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen zur Geltung. Diese Filmschaffenden tragen heute wesentlich zur visuellen Kraft der israelischen Kultur bei, in der feministische und queere Visionen an traditionellen Vorstellungen von Familie, Weiblichkeit und Männlichkeit rütteln.

 

Die Retrospektive ist Teil der Reihe Film | Universität. Jeweils eine Stunde vor Filmbeginn findet eine einführende Vorlesung zur israelischen Filmkultur und zum historischen Kontext des Programms statt. Die Lehrveranstaltung ist für das Erweiterungscurriculum Jüdische Kulturgeschichte in Film und Medien anrechenbar.


SELBSTERMÄCHTIGUNG IM ISRAELISCHEN FILM

2. Oktober 2018 bis 22. Jänner 2019
Ein Programm der Reihe Film | Universität

Kurator

Frank Stern

TICKETRESERVIERUNG

reservierung@filmarchiv.at
+43 (0)1 512 18 03 (15:00-21:00)

SPIELORT

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Die Filmreihe beginnt mit einem der wichtigsten und bahnbrechenden Filme, TO TAKE A WIFE (2004), von und mit der viel zu früh verstorbenen Ikone des neuen israelischen Films Ronit Elkabetz. Gemeinsam mit MY LOVELY SISTER (2011) sind dies zwei herausragende Repräsentanten des Misrachi-Films, der den Geltungsanspruch der Filmschaffenden u. a. mit jüdisch-marokkanischer Herkunft auf der Leinwand etabliert hat. Zu den gesellschaftlich und politisch relevanten aktuellen Filmen gehören ZERO MOTIVATION (2014) und SHELTER (2017), die auf ironische und dramatische Weise die Situation junger israelischer Soldatinnen und die Konflikte von weiblichen Undercover-Agentinnen israelischer und arabischer Herkunft behandeln. MOON IN THE 12th HOUSE (2015) von Dorit Hakim und SAVING NETA (2016) von Nir Bergman verhandeln sowohl Generations- als auch Geschwisterkonflikte und neue queere Familien-, Eltern- und Nachwuchskonzepte. Bei einem Programm über Selbstermächtigung kann auch die wachsende Bedeutung emanzipativer und feministischer Prozesse in religiösen Milieus in Israel nicht fehlen. THROUGH THE WALL (2016) ist hier einer der großen Erfolge der Festivals in Europa, Israel und den USA. (Frank Stern)

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Selbstermächtigung im israelischen Film

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