Film | Universität
 

MADE IN AUSTRIA

PRÄSENTATION DES JÜDISCHEN IM ÖSTERREICHISCHEN FILM

20.4.–22.6.2020

Termine

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Spielfilme zu aktuellen österreichisch-jüdischen Lebenswelten wurden bislang hierzulande nicht gedreht. Sämtliche Filme mit jüdischen Figuren oder Themen haben die Schoah, die Post-Schoah oder den Antisemitismus im Blickfeld – wie auch die ausgewählten dieser Reihe. Gerade jene drei Werke aus den Jahren vor der Staatsgründung sind noch zu entdeckende Raritäten, zuweilen unverkrampfter inszeniert als Versuche aus der Gegenwart. Da »Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist« offenbar zum Staatsmantra geworden war, verwundert es nicht, dass der Trümmerfilm DER ENGEL MIT DER POSAUNE als kulturelles Gedächtnis dieser Zeit fungierte. Erst mit der Waldheim-Ära setzen sich Filmemacher nach einem jahrzehntelangen Schweigen mit der Vergangenheit und deren Gegenwart wieder auseinander – feinnervig wie Axel Corti oder in gröberen Strichen wie Stefan Ruzowitzky. Wobei durchaus weiter mit alten Klischees und Stereotypen gearbeitet wird wie in der »guten alten Zeit« der Wien-Film.

 

Die Lehrveranstaltung ist anrechenbar für das Erweiterungscurriculum Jüdische Kulturgeschichte in Film und Medien.


Made in Austria – Präsentation des Jüdischen im österreichischen Film

20. April bis 22. Juni 2020
Ein Programm der Reihe Film | Universität

Kurator

Klaus Davidowicz

Ticketreservierung

reservierung@filmarchiv.at
+43 1 512 18 03 (täglich 14:00–21:00)

Spielort

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Alle Filme der Reihe
Made in Austria

In Kooperation mit