Retrospektive
 

GEORG FRIEDRICH

14.12.2017 - 10.1.2018

Das Filmarchiv Austria präsentiert eine Auswahl von 23 Werken mit Georg Friedrich, darunter auch seine neueste Arbeit HELLE NÄCHTE sowie Filme, die bislang noch nicht regulär im Kino zu sehen waren. Zur Österreich-Premiere von ALOYS am 14. Dezember ist Georg Friedrich persönlich anwesend.

 

Als »Österreichs wildesten Schauspieler« bezeichnete ihn das Nachrichtenmagazin Profil anlässlich seines Preisgewinns auf der diesjährigen Berlinale, 13 Jahre nachdem er dort als Shooting Star vorgestellt wurde: Für seine intensive Performance in Thomas Arslans Film HELLE NÄCHTE, in dem er einen Vater spielt, der mit seinem vernachlässigten Sohn durch Norwegen reist, wurde Georg Friedrich zurecht als Bester Darsteller ausgezeichnet. Es ist ein weiterer Puzzlestein in einer bemerkenswerten Karriere, die der 1966 in Wien geborene Schauspieler seit Ende des letzten Jahrtausends hinlegt.

 

Kurator: Florian Widegger


GEORG FRIEDRICH

Retrospektive 14.12.2017 – 10.1.2018
23 Filme

TICKETRESERVIERUNG

reservierung@filmarchiv.at
+43 (0)1 512 18 03 (15:00-21:00)

SPIELORT

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Seinen Anfang machte Friedrich, Absolvent der Schauspielschule Krauss, in Klein- und Kleinstrollen in den 1990er-Jahren bei Karin Brandauer, Michael Haneke und Thomas Roth. Richtig bekannt wird er mit der Rolle des gewalttätigen Freundes von Nina Proll in Barbara Alberts Langfilmdebüt NORDRAND (1999) und zwei Jahre später mit Ulrich Seidls HUNDSTAGE, wo unter seiner Anleitung der österreichischen Bundeshymne neue Facetten abgewonnen werden können. An Friedrichs Karriere lässt sich seitdem auch die wunderbar vielseitige Geschichte rezenten österreichischen Filmschaffens abschreiten.

 

Ob als Halbweltler Schorschi mit wehend blondem Haar in Michael Glawoggers Sex-Drugs-and-Rock’n’Roll-Trilogie, als opportunistischer SS-Mann in Wolfgang Murnbergers MEIN BESTER FEIND oder zuletzt als Achterbahnbesitzer in WILDE MAUS von Josef Hader, der Friedrich als besten Schauspieler Österreichs bezeichnete – seine Rollenwahl ist mindestens so unberechenbar wie das, was er schlussendlich aus seinen Figuren herauszuholen vermag – sodass er selbst Nebenrollen (wie etwa als schmähführender Altenpfleger in Ulrich Seidls IMPORT EXPORT) seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückt.

 

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