Buchpräsentation

Der Fädenzieher

In Anwesenheit von Autorin Uli Jürgens und Armin Loacker (Filmarchiv Austria)

Er war weder ein großer Leinwandstar noch ein berühmter Regisseur. Und dennoch ist er aus dem österreichischen Kino der 1920er- und 30er-Jahre nicht wegzudenken. All jenen, die in diesen Jahren im Film beschäftigt waren, war Arthur Gottlein nicht nur ein Begriff – mit ziemlicher Sicherheit kannten sie ihn auch persönlich.

 

Uli Jürgens hat sich seines Nachlasses, den das Filmarchiv Austria übernehmen durfte, angenommen und eine ausführliche, sehr persönliche Biografie verfasst, die sich als wahre Fundgrube für die Film- und Zeitgeschichte erweist.


Der Fädenzieher

Das ungewöhnliche Leben des Arthur Gottlein
Oder: Wie Raimund und Nestroy nach Shanghai kamen

Buchpräsentation am 4. Oktober

Ticketreservierung

reservierung@filmarchiv.at
+43 1 512 18 03 (täglich 14:00–21:00)

Veranstaltungsort

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
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Covid-19

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DAS UNGEWÖHNLICHE LEBEN DES ARTHUR GOTTLEIN
ODER: WIE RAIMUND UND NESTROY NACH SHANGHAI KAMEN

 

Arthur Gottlein beginnt seine Karriere als Regieassistent bei Mihály Kertész und begleitet legendäre Großproduktionen wie SODOM UND GOMORRHA, DIE SKLAVENKÖNIGIN oder DER JUNGE MEDARDUS. Er wird Aufnahme- und Produktionsleiter und setzt sich als Funktionär massiv für die Interessen der Filmwirtschaft ein. Nur selten steht er selbst vor der Kamera oder führt Regie, etwa im Kurzfilm UNTER DEN DÄCHERN VON WIEN (1931) mit Karl Farkas, der im Rahmen dieser Präsentation zu sehen ist. Als Jude muss Gottlein nach dem »Anschluss« schließlich das Land verlassen und landet zunächst auf den Philippinen, bevor eine »kurze« Reise nach Shanghai zu einem mehrjährigen Aufenthalt wird. Arbeitslos und die Not zu einer Tugend machend, gründet er hier ein Marionettentheater, adaptiert Bühnenstücke von Nestroy und Raimund und führt sie in deutscher, englischer und chinesischer Sprache auf. Zurück in Österreich, engagiert sich Gottlein sowohl in der Filmgewerkschaft als auch humanitär, etwa für ungarische Flüchtlinge.

 

Uli Jürgens holt in ihrem Buch eine spannende und vielschichtige Persönlichkeit vor den Vorhang, deren Geschichte nun erstmals erzählt wird.

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