Wien wie noch nie

WIENERINNEN – SCHREI NACH LIEBE

Regie:
Kurt Steinwendner
Jahr:
1952
Land:
A

BUCH:
Kurt Steinwendner, Erika Helldorf
KAMERA:
Elio Carniel, Walter Partsch
MUSIK:
Gerhard Bronner, Paul Kont
MIT:
Maria Eis, Heinz Moog, Hans Putz, Margit Herzog, Elfe Gerhart, Ellen Umlauf, Karlheinz Böhm, Edith Prager, Hilde Rom

LÄNGE:
96 min
FORMAT:
s/w, 35mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung
Analoge Projektion – ab 9. Juli finden Sie hier das kostenlose Begleitprogramm des digitalen Heimkinos!

Fünf Geschichten von unglücklicher Liebe, rasender Eifersucht und den Leiden junger Frauen im Nachkriegswien. Vor allem die erste Episode, »Anni«, ist wohl diejenige, bei der sich der Einfluss des italienischen Neorealismus am wenigsten leugnen lässt: Die Geschichte einer Amour fou, über der ein Schatten der dunklen Vergangenheit hängt, ist in einer Ziegelfabrik mit zugehöriger Mietskaserne am Stadtrand angesiedelt. Unwirtlich, ja trostlos ist diese Umgebung, und Steinwendner weiß dies in eindrucksvolle Bilder zu übersetzen. Doch keine Sorge, so trist bleibt es nicht: WIENERINNEN ist vielschichtig wie seine Figuren und vermag immer wieder aufs Neue, die Tonart zu wechseln. Hinter der brüchigen Ästhetik offenbaren sich emanzipatorische Potenziale, zumindest eine Art Hoffnung. (Florian Widegger)

 

Ab 9. Juli im digitalen Heimkino:

DER RABE (A 1951)

Gemeinsam mit dem Psychologen und Fotografen Wolfgang Kudrnofsky adaptierte Steinwendner Edgar Allan Poes Gedicht für die Leinwand und realisierte seinen ersten Kurzfilm.