Selbstermächtigung im israelischen Film

VELAKACHTA LECHA ISCHA

Regie:
Ronit Elkabetz, Shlomi Elkabetz
Jahr:
2004
Land:
IL/F

ENGLISCHER TITEL:
TO TAKE A WIFE
BUCH:
Ronit Elkabetz, Shlomi Elkabetz
KAMERA:
Yaron Scharf
MUSIK:
Michel Korb
MIT:
Ronit Elkabetz, Simon Abkarian, Gilbert Melki, Sulika Kadosh, Dalia Beger

LÄNGE:
97 min
FORMAT:
Farbe, DCP
FASSUNG:
hebräische/französische/marokkanische/arabische Originalfassung mit englischen Untertiteln
18:00: Eröffnung der Filmreihe mit einer Begrüßung durch Hadas Wittenberg Silverstein (Botschaft des Staates Israel in Wien) sowie einem Vortrag von Yvonne Kozlovsky-Golan (Universität Haifa) zum Thema »Between Stereotypes, Gender and Ethnic Reality, the Mizrahi Woman in Israeli Cinema: The Image of Ronit Elkabetz«, Moderation: Frank Stern
Mit anschließendem Publikumsgespräch

Wieviel Anrecht hat eine Frau, geliebt zu werden, frei zu sein? Der Film spielt im Haifa der späten 1970er-Jahre, in einem traditionellen jüdisch-marokkanischen Milieu. Viviane, Mutter von drei Kindern, will sich von ihrem Mann trennen, sich nicht mehr dem Druck ihrer herrschsüchtigen Brüder, der Familie, den überkommenen Traditionen unterordnen. Wir erleben mit Viviane drei Tage vor dem Schabatt, die von Streit, männlicher Engstirnigkeit und ihrem Beharren auf ein eigenes Leben gekennzeichnet sind. Die Geschwister Elkabetz gestalten, zum Teil mit subjektiver Kamera, ein berührendes und zum Widerspruch aufrufendes filmisches Werk über die Enge und Intoleranz patriarchalischer Lebenswelten. (Frank Stern)