FILM NOIR RELOADED

THE SONG OF SONGS

Regie:
Rouben Mamoulian
Jahr:
1933
Land:
US

BUCH:
Leo Birinski, Samuel Hoffenstein, nach Hermann Sudermanns Roman Das Hohe Lied
KAMERA:
Victor Milner
MUSIK:
Karl Hajos
MIT:
Marlene Dietrich, Brian Aherne, Lionel Atwill

Länge:
90 min
Format:
s/w, digital
Fassung:
Amerikanische Originalfassung
Mit psychoanalytischem Kommentar von Jeanne Wolff Bernstein und Einführungen von Sonja Gassner und Frank Stern, anschließend Publikumsgespräch.

»Sie sei schon immer ein gefährliches Frauenzimmer gewesen.« So endet Hermann Sudermanns Roman Das Hohe Lied aus dem Jahr 1908. Das »Lied der Lieder« bildet den biblischen Hintergrund für Marlene Dietrich in der Rolle der jungen, verdirndelten Unschuld, die über verruchte Männer, einen armen Bildhauer und einen reichen Unhold ins Verderben gestürzt wird. Der Film war ein Zensurskandal in der Pre-CodeÄra und schrammte melodramatisch am Verbot vorbei, wobei die skulpturene Doppelgängerin der Dietrich all das visualisiert, was in den Köpfen des Publikums als begehrliche Erotik so passiert. (Frank Stern)