UNERWÜNSCHTES KINO II: DEUTSCHSPRACHIGE EMIGRANTENFILME 1934–1937

SINGENDE JUGEND

Regie:
Max Neufeld
Jahr:
1936
Land:
A/NL

BUCH:
Hermann Heinz Ortner, Max Neufeld
KAMERA:
Hans Theyer
MUSIK:
Georg Gruber
MIT:
Hans Olden, Martin Lojda, Ferdinand Maierhofer, Julia Janssen, Franz Schafheitlin, Richard Waldemar, Otto Hartmann, Wiener Sängerknaben

LÄNGE:
87 min
FORMAT:
s/w, 35mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung

Der elternlose Toni schließt sich dem Straßenmusikanten Blüml an. Gemeinsam verdienen die beiden singend ihr Geld, bis Toni eines Tages die Sängerknaben hört und von nun an nur noch einen Wunsch hat: dabei zu sein … Der Beginn des Films zeigt Alltagsimpressionen: Toni beim Spielen im Hinterhof, die enge Werkstatt des Ziehvaters, Blümls armseliges Zuhause. Nur selten findet sich im österreichischen Film eine vergleichbare Atmosphäre der Tristesse und sozialen Not. Es folgt eine heitere Erbauungsgeschichte mit – typisch für einen Vorläufer des Heimatfilms der 1950er-Jahre –Happy End. Keine schlechte Mischung offenbar, traf er doch den kommerziellen Nerv der Zeit. In der Tschechoslowakei wurde SINGENDE JUGEND zum »besten ausländischen Film Kinosaison 1936« gewählt. Der Löwenanteil am Erfolg fällt dabei zweifellos den Wiener Sängerknaben zu. (Armin Loacker)