JUNG-WIEN

LIEBELEI

Regie:
Max Ophüls
Jahr:
1933
Land:
D

BUCH:
Curt Alexander, Hans F. Wilhelm, Max Ophüls, nach dem gleichnamigen Schauspiel von Arthur Schnitzler
KAMERA:
Franz Planer
MUSIK:
Theo Mackeben
MIT:
Paul Hörbiger, Magda Schneider, Luise Ullrich, Gustaf Gründgens, Olga Tschechowa, Wolfgang Liebeneiner, Willy Eichberger, Werner Finck, Walter Steinbeck

Länge:
85 min
Format:
s/w, 35mm
Fassung:
Deutsche Originalfassung, restauriert

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Ophüls widmet in seiner Liebelei-Verfilmung der Vorgeschichte der Paare Fritz und Christine, Theo und Mitzi, die Schnitzler bloß vage andeutet, einen eigenen Erzählstrang. Wo Schnitzler das Drama im »eleganten und behaglichen« Zimmer von Fritz beginnen lässt, wählt Ophüls die Oper als öffentlichen Schauplatz, lenkt die Blicke auf eine Aufführung von Mozarts Entführung aus dem Serail. »Es lebe die Liebe! Nur sie sei teuer. Nichts fache das Feuer der Eifersucht an«, heißt es aus dem Off. Schon in der ersten Szene gelingt nicht nur die Andeutung des Dreiecksverhältnisse zwischen Fritz, der Baronin und Christine, sondern auch die der strikten kakanischen Hierarchien: Wer sitzt im Parterre, wer auf der Galerie? Die Uraufführung fand wenige Wochen nach der Machtergreifung Hitlers statt – der Film wurde verboten, Ophüls floh ins Exil.