V'20: Austrian Auteurs

JESUS VON OTTAKRING

Regie:
Wilhelm Pellert
Jahr:
1976
Land:
A

BUCH:
Helmut Korherr, Wilhelm Pellert, basierend auf ihrem gleichnamigen Stück
KAMERA:
Dieter Wittich, Kurt Mayer
MUSIK:
Wilhelm Pellert
MIT:
Rudolf Prack, Hilde Sochor, Peter Hey, Marianne Gerzner, Emanuel Schmied, Dieter Hofinger, Susanne Altschul, Harald Pfeiffer, Stephan Paryla, Herwig Seeböck

LÄNGE:
98 min
FORMAT:
Farbe, 35mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung
MI 28.10.: In Anwesenheit von Wilhelm Pellert

Ein Volksstück im Gewand eines Underground-Musicals, das vor Zeitbezügen und Querverweisen nur so strotzt und Österreich so zeigt, wie es sich gern gesehen hätte: als Insel der Seligen, auf der die Arbeiter stolz sind, sich zu Tode hackeln zu dürfen und man das Wort »Revolution« allein aus den Nachrichten kennt. Bis eines Tages einer kommt mit langen Haaren, der der Jugend neue Ideen in den Kopf setzt und ihr zeigt, dass das Leben auch anders sein könnte. Dieser Ferdinand Novacek alias »Jesus von Ottakring« bleibt im Film stets unsichtbar, doch sein Wirken tut es nicht, was den Zorn der Bevölkerung erregt. Ihm und seiner Bande muss unbedingt das Handwerk gelegt und die Ordnung wiederhergestellt werden. Es beginnt ein Passionsspiel der besonderen Art, an dessen Anfang bereits Auferstehung und Seligsprechung stehen … Pellerts Adaption des Stücks wird zu einem der zentralen österreichischen Filme der 1970er-Jahre, der an allen Ecken und Enden einen Hauch von Anarchie verströmt – schmissig-bissiges Liedgut inklusive. (Florian Widegger)