UNERWÜNSCHTES KINO II: DEUTSCHSPRACHIGE EMIGRANTENFILME 1934–1937

HOHEIT TANZT WALZER

Regie:
Max Neufeld
Jahr:
1935
Land:
CS

BUCH:
Max Neufeld, nach dem Manuskript von Ida Jenbach und Johannes Ilg
KAMERA:
Willy Goldberger
MUSIK:
Leo Ascher
MIT:
Hans Jaray, Irene Agay (Irén Ágay), André Mattoni, Hans Homma, Anna Kallina, Maria Balzerkiewicz, Alexander Fischer-Marich

LÄNGE:
97 min
FORMAT:
s/w, 35mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung

Wien um 1820. Der junge Musiker Josef Langer wohnt in Grinzing beim alten Hofer, dem Notenkopisten Beethovens. Er lernt eine fesche Gräfin kennen, ohne ihre Identität zu ahnen. Ihr Herz ist aufrichtig – und das Schicksal gnädig … Ein Wiener Film wie aus dem Lehrbuch. Neben den typischen Charakteristika – historisches Kolorit, volkstümliche Dramaturgie, impressionistische Bildgestaltung und viele Musikeinlagen – ist es Hauptdarsteller Hans Jaray, der HOHEIT TANZT WALZER wirklich auszeichnet. Wenn er mit dem Trotz des verkannten Künstlers davon spricht, dass er »sich nicht unterkriegen lässt«, wenn er himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt mit seinem musikalischen und privaten Schicksal hadert, wenn er sich schlussendlich an das Klavier setzt, um nichts anderes zu tun, als Unsterblichkeit zu verkörpern, hat all der sentimentale Kitsch des Films seine Berechtigung gefunden. (Armin Loacker)