UNERWÜNSCHTES KINO II: DEUTSCHSPRACHIGE EMIGRANTENFILME 1934–1937

ENDE SCHLECHT, ALLES GUT

Regie:
Fritz Schulz
Jahr:
1934
Land:
H

BUCH:
Rudolf Österreicher, Melchior (Menyhért) Lengyel, Géza von Cziffra, nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Siegfried Geyer
KAMERA:
Stefan (István) Eiben, Hans Theyer
MUSIK:
Nikolaus (Miklós) Brodszky
MIT:
Szöke Szakall, Rosy Barsony (Rózsi Bársony), Ernst (Ernö) Verebes, Georg Dénes, Tibor von Halmay, Mizzi (Mici) Erdélyi, Käthe (Kató) Király, Edgar Adolf Licho

LÄNGE:
79 min
FORMAT:
s/w, 35mm
FASSUNG:
deutsche Originalfassung

DER ZERBROCHENE KRUG:

REGIE:
Ernst Angel
JAHR:
1934
LAND:
A

LÄNGE:
30 min
FORMAT:
s/w, DCP
FASSUNG:
deutsche Originalfassung
MI 1.1. im Anschluss: DER ZERBROCHENE KRUG (österreichische Erstaufführung)

Der erste in Produktion gegangene abendfüllende Spielfilm des Unerwünschten Kinos: in den Budapester Hunnia-Ateliers wird eine deutsche und eine ungarische Fassung mit ausnahmslos ungarischen SchauspielerInnen gedreht. Dem aus Deutschland vertriebenen gebürtigen Wiener Schauspieler Fritz Schulz wird die Regie übertragen. Ihm gelingt eine überzeugende Musicalkomödie, die mit amerikanisch anmutenden Tanzszenen in der Choreografie von Bob Gray aufzutrumpfen vermag. Tanzender Star ist Rosy Barsony, die, wie viele andere jüdische KünstlerInnen, im Frühjahr 1933 von der Ufa entlassen worden war. Im Mittelpunkt der Handlung steht Szöke Szakall als einfacher Papierhändler vom Land, der alle Hände voll zu tun hat, die über ihre Verhältnisse lebenden Söhne ins Lot zu bringen – was den titelgebenden Ausgang findet. (Armin Loacker)